Ursprünglich im nordöstlichen Asien beheimatet eroberte sich die Wanderratte mit Hilfe des Menschen die ganze Welt. Im asiatischen Raum gelten die Ratten als Glücksbringer, denen Intelligenz und Erfolg nachgesagt wird. Tatsächlich sind Wanderratten sehr neugierig und anpassungsfähig, was sie so erfolgreich in menschlichen Siedlungen macht. Bei uns genießen sie hingegen keinen guten Ruf, werden sie doch als Nahrungsmittelschädling und Krankheitsüberträger vielfach bekämpft. Mit Rattengiften ist es jedoch nicht so einfach, denn das Gift tötet die Ratten nicht sofort, sondern erst später. In der Zwischenzeit werden die Ratten oft von Beutegreifern wie Greifvögeln gefressen, die dann ebenfalls sterben.
Wanderratten sind sehr sozial zu Artgenossen aus ihrem eigenen Clan. Die Weibchen können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und benötigen nur 25 Tage Tragzeit um 1-15 Jungtiere zu bekommen.
Meistens bewegen sich die scheuen Ratten auf ihren vier Beinen auf dem Boden fort, jedoch sind sie auch gute Schwimmer, sie können sogar bis zu drei Minuten lang tauchen und sind obendrein noch hervorragender Kletterer.
Übrigens ist die Wanderratte die Wildform der Farbratte, die als Haus- und als Versuchstier gehalten wird.
Fotos: Oliver Borchert
Text: Katharina von der Heide