Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Tiere vor der Haustür - Der Schwarzstorch, Ciconia nigra, im Naturentdeckerblog von Katharina von der Heide und Oliver Borchert

 

 

Beim Kleinen Fest im Großen Park in Ludwigslust sahen wir nicht nur tolle Akrobatik und ein buntes Treiben. Nein, über dem Schlosspark flog mit einem Schwarzstorch auch ein seltener Vogel. Normalerweise ist er sehr scheu und nicht wie sein weißer Verwandter dem Menschen zugeneigt. Diese zwei Storchenarten sind die einzigen in Europa brütenden Arten. Im Gegensatz zum Weißstorch, der bekanntlich in Dörfern brütet, baut der Schwarzstorch in den Kronen alter Bäume in naturbelassenen Wäldern sein Nest. Er ist etwas kleiner als sein berühmter Vetter. Nur seine Brust, der Bauch und der rumpfnahe Teil des Unterflügels sowie die Unterschwanzdecke sind weiß. Die Nahrung ist bei den beiden Storchenarten ungefähr gleich: da werden Amphibien und Fische sowie Insekten und Kleinsäuger vernascht. 

Ein Schwarzstorchenleben kann bis 35 Jahre lang dauern. So oft fliegt er nach Afrika, um dort die kalte Jahreszeit zu verbringen. Erst im Frühling zieht er wieder in unsere Wälder.

Übrigens ist der Schwarzstorch im Gegensatz zum weißen Meister Adebar stimmbegabt. Zwar gehört auch das Schnabelklappern zu seinen Lauten, doch darüber hinaus hat er ein breites Repertoire an lauten und leisen Rufen und Gesängen.   

 

 
Tiere vor der Haustür - Der Schwarzstorch, Ciconia nigra, im Naturentdeckerblog von Katharina von der Heide und Oliver Borchert

Fotos: Oliver Borchert

Text: Katharina von der Heide

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