Rebhuhn (Perdix perdix)

Tiere vor der Haustür - Das Rebhuhn, Perdix perdix, im Naturentdeckerblog von Katharina von der Heide und Oliver Borchert

 

 

Inzwischen ist das einst so häufige Rebhuhn bei uns zu einer sehr seltenen Vogelart geworden, sank der Bestand doch seit 1980 um 94%. Kaum eine andere Vogelart hat so rapide Bestandseinbußen zu verkraften. Im Siebendörfer Moor gibt es jedoch vereinzelt noch die 30 Zentimeter Körperlänge messenden Hühnervögel. Dort finden sie noch annähernd steppenartige Landschaften mit kleinen Hecken und Gebüschen, um sich dort zu verstecken. Die intensivierte Landwirtschaft und insbesondere die großen Monokulturen auf ostdeutschen Feldern machen dem Rebhuhn die Bedingungen zum Leben zunichte, denn das wildlebende Tier braucht abwechslungsreiche Nahrung wie beispielsweise Samen, Körner und Wildkräuter. Auch für die Jungenaufzucht benötigt es Insekten, die durch die Insektizide in den letzten Jahrzehnten in der Landwirtschaft vernichtet werden.

Gut getarnt durch seine grau-braune Färbung ist das Rebhuhn meistens nicht alleine, sondern in kleinen Gruppen, sogenannten Ketten, am Boden unterwegs. Sollte es einmal gestört werden, flieht es zunächst laufend und fliegt erst im letzten Moment auf.

Der Name ist übrigens lautmalerisch von seinem Ruf abgeleitet. Früher wurde es daher auch Repphuhn genannt.

Fotos: Oliver Borchert

Text: Katharina von der Heide