
Da es uns ja oft im Winter nach Finnland zieht, ist das majestätische Nordlicht mittlerweile so etwas wie ein alter Bekannter für uns. Aber ein Bekannter, der nichts von seinem Zauber verloren hat über die Zeit, sondern immer wieder begeistert und einem die Größe des Himmels und der Naturschauspiele erfahren lässt.
Umso schöner ist es, wenn dieser Bekannte aus dem hohen Norden dann und wann einen Besuch bei uns abstattet!

Oft ist das Nordlicht in unseren Breiten ja nur "fotografisch sichtbar" - also mit bloßem Auge nur als schwacher Schimmer zu erahnen, der sich kaum von den zivilisatorischen Lichtquellen unterscheiden lässt. Dass sich auf der Kamera bzw. dem Handy dieses Licht dann in Grün und Rot präsentiert, liegt übrigens nicht daran, dass die Software der Geräte übertreiben würde. Vielmehr ist das Licht so schwach, dass im menschlichen Auge nur die Stäbchen angeregt werden - also die Sinneszellen, die zwar empfindlicher sind, aber nur ein Hell-/Dunkelsehen ermöglichen. Die farbempfindlichen Zapfen hingegen reagieren erst bei stärkerer Helligkeit. Das ist auch der Grund warum "Nachts alle Katzen grau sind". Die Kamerasensoren haben nur farbempfindliche "Rezeptoren", können also auch bei schwachem Licht Farben differenzieren.

In der vergangenen Nacht war das Nordlicht jedoch so intensiv, dass auch mit bloßem Auge die grünen und roten Farben gut zu erkennen waren. Etwas, das ich bisher erst sehr selten bei uns erleben durfte.

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